DSAG-Jahreskongress_2026_Key_Visual_1000x563px_webGibt es Parallelen zwischen der SAP-Welt und dem Wilden Westen? Angesichts des Key Visuals und des Mottos des DSAG-Jahreskongress 2026 liegt diese Frage durchaus nahe. Auch der DSAG-Vorstandsvorsitzende Jens Hungershausen beschäftigte sich in seiner Eröffnungskeynote mit dieser Frage. Seine Einschätzung: Es sind aktuell zumindest wilde Zeiten für Unternehmen – auch für diejenigen, die sich im SAP-Ökosystem bewegen. Um den stetigen Wandel bestmöglich zu bewältigen, sollten Unternehmen einen gewissen Pioniergeist an den Tag legen, wie er einst auch im Wilden Westen vorhanden war. Es zählt, neugierig zu sein und die Bereitschaft mitzubringen, Neues zu erkunden.

 


 

Wir machen Ihr Unternehmen KI-ready

Erfahren Sie hier, wie das geht

 


 

Die Berichterstattung zum DSAG-Jahreskongress 2026 in der Übersicht:

 

Problemlösung statt blindem Aktionismus

Wie lassen sich Orientierung, Stabilität und Handlungsfähigkeit sichern, wenn sich die technologischen, strategischen und organisatorischen Rahmenbedingungen permanent verändern? In erster Linie sind Unternehmen gefordert, den eigenen Handlungsrahmen zu kennen und die individuellen Ziele realistisch einzuschätzen. Es geht darum, standhaft zu sein, sich zu behaupten und nicht jedem neuen Technologietrend blind zu folgen – passend zum Motto des DSAG-Jahreskongresses 2026: „Claim your ground. Lead your business.“

 

Die dreitägige Veranstaltung in Köln erhebt den Anspruch, den Teilnehmern in Zeiten der permanenten Transformation nicht das nächste große Innovationsversprechen zu verkünden, sondern ehrlich zu bewerten, mit welchen Strategien, Systemen und Technologien sich die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen bewältigen lassen. Unternehmen müssen den eigenen Handlungsspielraum definieren, selbstbestimmt handeln und im Umgang mit der Veränderung fundiert entscheiden. Aufgrund hohen wirtschaftlichen Drucks, zunehmender regulatorischer Anforderungen, disruptiver Technologien und instabiler weltpolitischer Rahmenbedingungen hinterfragen Unternehmen ihre Investitionen zunehmend kritisch und setzen ihre Budgets gezielter ein.

 

Cloud-Transformation im eigenen Tempo

Die Cloud ist die Zukunft, das steht auch für Jens Hungershausen außer Frage. Allerdings macht der DSAG-Vorstandsvorsitzende unmissverständlich klar, dass jedes Unternehmen seinen Weg in die (Public) Cloud selbst bestimmen solle – auch und gerade mit Blick auf SAP S/4HANA. Daraus ergibt sich die Forderung, dass wesentliche Innovationen nicht nur Cloud-Kunden vorbehalten sein dürften und eine Benachteiligung der On-Premise-Kunden verhindert werden müsse. Ebenso relevant seien faire, transparente Lizenz- und Wartungsmodelle.

 

KI-Nutzen muss messbar sein

Von der künstlichen Intelligenz (KI) im SAP-Ökosystem zeichnet die DSAG ein ambivalentes Bild: Selbstverständlich ist KI auch bei SAP strategisch gesetzt. Allerdings müsse der KI-Einsatz einen messbaren Nutzen für die Unternehmen liefern. Obwohl in Sachen KI eine regelrechte Goldgräberstimmung herrsche – eine weitere Analogie zum Wilden Westen –, ist die künstliche Intelligenz in den Organisationen noch nicht flächendeckend angekommen.

 

Derzeit trifft hoher Erwartungsdruck noch auf einen fehlenden Reifegrad, sodass die Frage der Praxistauglichkeit noch nicht geklärt ist. Zweifellos bietet KI riesiges Potenzial für die gesamte Wertschöpfungskette. Allerdings muss es aus Sicht der DSAG einfacher werden, den KI-Nutzen in bestehenden Systemlandschaften zu generieren. Hinzu kommt, dass die KI grundsätzlich nur so gut sein kann wie die Daten, mit denen sie arbeitet. Eine weitere Aufgabe besteht für Unternehmen also darin, eine harmonisierte und KI-taugliche Datenlandschaft aufzubauen.

 

Der Weg zum Autonomous Enterprise

Seitens SAP war ein neuer Cowboy in der Stadt: Erstmals trat Thomas Pfiester, Head of Customer Engagement & Adoption bei SAP, auf dem DSAG-Jahreskongress 2026 auf und hielt die SAP-Keynote. Darin führte er aus, wie das Autonomous Enterprise, in dem ganze Geschäftsprozesse mittels KI-Agenten eigenständig ablaufen, zum Geschäftserfolg von Unternehmen beitragen soll. Bisher nutzen Organisationen KI überwiegend, um einzelne Arbeitsabläufe zu verbessern. Im nächsten Schritt geht es darum, wirklichen Mehrwert systemübergreifend und unternehmensweit zu generieren. Dazu tragen SAP Joule, die SAP Autonomous Suite, SAP Industry AI und die SAP Business AI Platform als wesentliche Bestandteile des Autonomous Enterprise bei. Darüber hinaus differenziert sich das KI-Portfolio von SAP durch tiefes Prozess- und Industriewissen, semantisch angereicherte Geschäftsdaten sowie eine unternehmenstaugliche Governance vom Wettbewerb.

 

Jedes Unternehmen macht sich von seinem individuellen Startpunkt aus auf die KI-Reise. Thomas Pfiester betonte jedoch, dass SAP in der Lage sei, allen Organisationen den Weg in das Autonomous Enterprise aufzuzeigen. Dazu tragen auch sieben Migrations- und Modernisierungsassistenten bei, welche die Dauer der Transformation und Implementierung maßgeblich verkürzen. Der Auftrag und die Erwartung sind klar: SAP muss beweisen, dass das Autonomous Enterprise echte Mehrwerte und messbare Erfolge liefert.

 

Fazit: Mit Pioniergeist in die Zukunft

Wilde Zeiten verlangen Pioniergeist, aber keinen Aktionismus: Unternehmen sollten ihren Handlungsspielraum kennen und selbst bestimmen, wie schnell sie in die Cloud gehen und wo KI wirklichen Nutzen stiftet. Voraussetzung dafür sind eine harmonisierte, KI-taugliche Datenlandschaft und Lösungen, die sich einfach in bestehende Systemlandschaften integrieren lassen. Es ist an SAP zu beweisen, dass das Autonomous Enterprise im Alltag trägt, damit Unternehmen ihren Claim behaupten und ihr Business souverän führen können.

 

Wir machen Ihr Unternehmen KI-ready

Erfahren Sie hier, wie das geht

 

Weitere interessante Beiträge: